Elektrische Händetrockner werden reflexhaft ausgeschaltet

03.08.2020

Elektrische Händetrockner werden reflexhaft ausgeschaltet

Corona-Schutzmaßnahmen sind wichtig zur Eindämmung der Pandemie. Doch vorschnell getroffene Anordnungen gefährden ganze Branchen und ihre Arbeitsplätze, ohne der Gesundheit zu nützen. So kritisieren die Electric Handdryer Association (EHA) und Gründungsmitglied Electrostar/Starmix die jüngste SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel.

Ohne valide wissenschaftliche Begründung empfiehlt, die Ver­ordnung elektrische Händetrockner generell zu vermeiden. Die Interessenvertretung führender Händetrocknerhersteller sieht in der Neuregelung den Anspruch des Arbeitsschutzgesetzes, Stand von Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene zu berück­sichtigen, nicht gewahrt und darüber hinaus eine eklatante Verletzung des Wettbewerbsrechts. 
Gründliches Händewaschen von mindestens 20 Sekunden mit Seife gehört zu den effektivsten Schutzmaßnahmen gegen das Coronavrus. Das Abtrocknen ist nach dem richtigen Waschen ein wichtiger Faktor. Daher siehl dit: SARS-CoV-2-Arbeitsschutz­regel vor, in Sanitärräumen Möglichkeiten zum hygienischen Händetrocknen bereitzustellen und nennt explizit Einmal­handtücher aus Textil oder Papier. Elektrische Händetrockner dagegen sollten nicht genutzt werden. Immer häufiger werden elektrische Händetrockner deswegen in öffentlichen Toiletten abgestellt oder für manche Regionen und Einrichtungen sogar verboten.Auf welcher Grundlage dieseAnordnungen basieren, bleibt im Dunkeln. Unabhängige Studien von renommierten Gesundheitsorganisationen, beispielsweise der Weltgesund­heitsorganisation WHO, die die Unbedenklichkeit von elek­trischen Händetrocknern bestätigen, wurden bisher nicht widerlegt. Die Centers for Disease Control sowie die Johns-Hop­kins-Universität erklären sogar, es gäbe keinen Beweis, dass elektrische Händetrockner das Corona-Virus verteilen. Damit wiegt die Verletzung der Wettbewerbsneutralität durch die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel vom 10.August,die eine ganze Branche gefährdet, umso stärker. Die Interessenvertretung führender Händetrocknerhersteller EHA weist darauf in einem Brief an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hin. 
Die Nachteile der gesteigerten Nutzung von Papierhandtüchern, während der Pandemie, sind dagegen bekannt: Mehr Abfall, teilweise sogar Sondermüll, mehr Abholzung sowie ein hoher Energieverbrauch bei der Herstellung eines Wegwerfprodukts. Hier sind elektrische Händetrockner klar im Vorteil: Sie sparen nicht nur Papier, sondern laut unabhängigen Studien auch bis zu 75 Prozent der C02-Emissionen, die bei der Produktion von Papierhandtüchern anfallen. 

Die EHA und Electrostar/Starmix plädieren daher auch während der Corona-Pandemie für einen besonnen und faktenbasierten Umgang mit Handhygiene. Wichtigster Faktor ist und bleibt dabei gründliches Händewaschen. Der Fokus der öffentlichen Diskussion sollte also darauf liegen und nicht reflexartig auf Methoden des Händetrocknens verschoben werden. 
Electrostar GmbH/Starmix 
73061 Ebersbach an der Fils 

Zum Artikel:
https://www.starmix.de/sites/default/files/pressemitteilung_attachment/reinigungsmarkt_elektrische_haendetrockner_werden_reflexhaft_ausgeschaltet.pdf